Viele Argumente sprechen gegen die Politik der CDU

Insofern mag es hilfreich sein, zu einem Kern zum kommen.

Ich habe auf Wikipedia die Halbwertzeit von Plutonium nachgeschlagen. Sie wissen, jenes Schwermetall, das als Abfallprodukt der Atomindustrie anfällt. Halbwertzeit ist die Zeit, in der solche Stoffe zerfallen sind.
Das in Kernenergieanlagen anfallende Plutonium 239 besitzt eine Halbwertzeit von 24.110 Jahren ( http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium ). Von einer Tonne Plutonium 239 ist nach 24.110 Jahren noch die Hälfte aktiv: strahlend und chemisch hochtoxisch. Für Menschen sind Tausendstel Gramm sind sofort tödlich.

Bis diese Tonne sich weitgehend gefahrlos aufgelöst hat, dauert es 648.000 Jahre ( http://www.transblog.info/181/atomstrom-ko-argumente ). Rechnen Sie nach.

Wie nennen Sie nun einen Menschen, der von einer neuen Technik berichtet, die er vermarkten will – anschließend, im kleinen Kreis, aber kurz erwähnt, es gäbe nur ein kleines Problem: Der Abfall müsse eine halbe Million Jahre verwaltet werden? Sie würden das als Witz abtun. Und wenn er verneint und darauf besteht, er meine es ernst, würden Sie ihn für verrückt erklären. Für verrückt, und wenn Sie genau nachdenken, für gemeingefährlich. Ein Fall für den Staatsanwalt.
Diese Art der Energiegewinnung ist – neben all ihren wirtschaftlichen, politischen und gesundheitlichen Nachteilen – die Energiegewinnung von Irren.

Man hat uns ein halbes Jahrhundert lang an diesen Irrsinn gewöhnt. So dass wir ihn nicht mehr wahrnehmen. Wie die Polynesier, die ihren blauen Himmel beschreiben sollen: Sie sehen ihn nicht.
Es braucht Abstand und Nachdenken (und vielleicht den Taschenrechner), um das Ausmaß dieses kriminellen Irrsinns zu erfassen.

A propos »kriminell«: Felix Ekardt, Professor für Umweltrecht an der Universität Rostock und Leiter der Forschungsgruppe Nachhaltigkeit und Klimapolitik, schrieb am 23. März 2011, also ganz aktuell: »Atomkraft ist verfassungswidrig« ( http://www.contratom.de/2011/03/23/atomkraft-ist-verfassungswidrig ). Ein lesenswerter Text.

Wollen wir Verfassungsfeinde als Ministerpräsidenten? Ich nicht.

Jochen F. Uebel, www.transblog.info, Freiburg i. Brsg.